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MoVeBs und BI Pro Zug-kunft begrüßen Kostenreduktion einer Reaktivierung

Die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Niedersachen hatte 2014/2015 in einer Untersuchung ermittelt, dass die Reaktivierung der Bahnstrecke Braunschweig-Harvesse nur einen Nutzen-Kosten-Faktor (NKF) von 0,7 erreiche und damit nicht wirtschaftlich sei. Zwischenzeitlich hat allerdings VW die Strecke zur Nutzung durch den Güterverkehr aufgebessert. In einer erneuten Untersuchung der Bahnstrecke durch den Regionalverband Großraum Braunschweig hat sich nun gezeigt, dass dadurch geringere Investitionen nötig seien (19,45 Mio € gegenüber 23,27 Mio € in der ersten Untersuchung). Dieses Ergebnis ist positiv zu bewerten und wird den NKV entsprechend erhöhen. Wir sehen zudem noch großes Potential auf der Nutzen-Seite, wie der Nutzen der Strecke u.a. durch bessere Buszuführungen erhöht werden kann, sodass der Nutzen und damit der NKV nochmals steigen kann.

Weitere Ergebenisse wurden vom Regionalverband in der Informationsvorlage 2020/002 vorgestellt.

Ergebnisse der Testfahrten: Personenzüge führen nicht zur Störung des PTB-Messbetriebs

Am vergangenen Freitag, dem 02.02.2018, wurden die Ergebnisse der Zug-Testfahrten vom Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Fahrten sollten klären, ob bzw. wie stark durch Zugbetrieb auf der Bahnstrecke Braunschweig-Harvesse die sehr präzisen Messgeräte der PTB gestört werden.

Wie die Messwerte nun zeigen, hat der Personenzug in keinem Test und an keiner untersuchten Stelle auf dem Gelände der PTB signifikant mehr Schwingungen verursacht, als ohnehin bereits durch PKW- und LKW-Verkehr und andere Störungen aus der Umgebung verursacht werden. Ausführliche Daten können der Pressemitteilung der Stadt Braunschweig und den angehängten Dokumenten entnommen werden. Somit schließt sich der Betrieb von Personenzügen auf dieser Strecke und der Messbetrieb der renommierten PTB nicht aus. Ganz im Gegenteil, nun kann sich die PTB nicht nur einen Personenzug-Betrieb auf der Bahnstrecke vorstellen, sondern ggf. auch die Entwicklung von schwingungsarmen Bahnsystemen unter Nutzung dieser Bahnstrecke (siehe Braunschweiger Zeitung vom 3.2.18: „Test zeigt: Spargel-Express darf rollen“).

Wir begrüßen diese Entwicklung ausdrücklich! Nachdem nun die Bedenken der PTB ausgeräumt wurden, müssen im nächsten Schritt die Parameter gefunden und justiert werden, mit denen die Wirtschaftlichkeit der Strecke optimiert werden kann, sodass der Nutzen/Kosten-Faktor über 1 fällt. Dann wird die Strecke auch eine erneute Wirtschaftlichkeitsprüfung bestehen und der Reaktivierung des Personenverkehrs steht nichts im Wege.

Große Resonanz aus Wendeburg zu den Testfahrten des Spargel-Expresses

Mit Testfahrten auf der Bahnstrecke Braunschweig-Wendeburg wurde heute der Einfluss von Zugfahrten auf die Messeinrichtungen der PTB untersucht (siehe auch MoVeBs-Pressemitteilung). Den Betrieb eines gewöhnlichen Personen-Triebwagens (LINT27) auf der Bahnstrecke nutzte die Bürgerinitiative „BI Pro Zug-kunft“ und eine große Zahl Wendeburger Bürger, um auf den Nutzen der Bahnstrecke als schnelle Verbindung für den Personenverkehr nach Braunschweig aufmerksam zu machen. Sie begrüßten den Triebwagen am Bahnübergang in Völkenrode und warben für den Betrieb des Personenzuges.

Begrüßung des Triebwagens auf dem Bahnübergang bei Völkenrode.

Eine große Zahl Bürger warben für die Nutzung der Bahnstrecke für den Personenverkehr.

Die Strecke wird aktuell bereits von Güterzügen befahren. Für die Nutzung für den Personenverkehr würde die Strecke in einen modernen Zustand mit z.B. automatischen, nur kurz schließenden Schrankenanlagen gebracht werden.

Stadler Citylink-Vorführung auf der Innotrans

Auf der alle zwei Jahre in Berlin stattfindenden Bahnmesse Innotrans ließen wir uns den Citylink (Modell Chemnitz) als potentielles Fahrzeug für den Spargelexpress vorführen. Im Gespräch mit dem Team aus Stadler-Mitarbeitern hat sich bestätigt, dass das Konzept des Fahrzeuges auch für die Strecke zwischen Harvesse und Braunschweig geeignet ist. Das Fahrzeug lässt sich sowohl elektrisch (Straßenbahn-Oberleitung) als auch über einen Dieselmotor antreiben. Den Ingenieuren ist es gelungen, den unterschiedlichen Anforderungen und Richtlinien von Vollbahn- und Straßenbahnbetrieb gerecht zu werden. Gleichzeitig ist das Fahrzeug komfortabel und ansprechend sowie sicher gestaltet. Näheres findet sich auch im Datenblatt.

Wir meinen: Trotz der Herausforderung des Spargelexpresses, Straßenbahn- und Vollbahnbetrieb zu kombinieren, ist ein für unser Vorhaben passendes Fahrzeug verfügbar und ist in Chemnitz in einem vergleichbaren Projekt bereits unterwegs.

Außenansicht des Stadler Citylinks

Außenansicht des Citylinks

Die Sitzplätze sind bequem und modern gestaltet

Die Sitzplätze sind bequem und modern gestaltet

In den beiden Mehrzeckbereichen können z.B. Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder mitgenommen werden

In den beiden Mehrzweckbereichen können z.B. Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder mitgenommen werden

Gemeinsame Radtour nach Wendeburg

Mit insgesamt 13 Personen haben wir unsere Radtour nach Wendeburg erfolgreich angetreten. Die interessierten Teilnehmer konnten sich ein Bild machen, wo sich die zukünftigen Haltestellen befinden und wo der Spargelexpress fahren soll. Auch technisch interessante Punkte wie Bahnübergänge konnten so besprochen und direkt in Augenschein genommen werden.

Der Abschnitt Ölper-Watenbüttel verlief auch entlang der sehr vollen B214. Mit Park+Ride Parkplätzen in Harvesse kann der Spargelexpress die Straße im Berufsverkehr entlasten.

Der Abschnitt Ölper-Watenbüttel verlief auch entlang der sehr vollen B214. Mit Park+Ride Parkplätzen in Harvesse kann der Spargelexpress die Straße im Berufsverkehr entlasten.

Nach 12 km kommen wir am Ziel Bahnhof Wendezelle an und werden mit Erfrischungen und Snacks begrüßt.

Nach 12 km kommen wir am Ziel Bahnübergang/Bahnhof Wendezelle an und werden mit Erfrischungen und Snacks begrüßt.

Fahrradtour „Spargelexpress – auf nach Wendeburg“ (2. Termin)

Achtung: Neuer (zweiter) Termin am 30.08.2016

Der „Spargel-Express“ könnte auf der inzwischen reaktivierten Güterbahnstrecke auch Personen befördern: Von Wendeburg bis in die City von Braunschweig. Wie ein solcher Einstieg in einen deutlich verbesserten Schienen-Regionalverkehr aussehen könnte, werden wir bei einer Fahrradtour nach Wendeburg erläutern.

Termin: 30.08.2016, 17:00 bis ca. 20:00
Treffpunkt: Gifhorner Straße / An der Hafenbahn (Bahnübergang am VW-Werk)
Länge: ca. 30 km
Kosten: Spende für Imbiss erbeten
Info: Tel. 0531-3104820 (R. Slawski)

Noch wartet man vergeblich in Watenbüttel auf den Personenzug nach Braunschweig. Wie schneller Bahnverkehr von Wendeburg über Watenbüttel nach Braunschweig aussehen könnte, wollen wir Ihnen bei der Fahrradtour zeigen.

 

Alt gegen neu

Auf der früheren Seite unserer Initiative (http://www.pro-zug-kunft.de) (Hinweis: Seite wird nicht mehr aktualisiert; diese Seite ersetzt sie) finden sich über zehn Jahre alte Bilder der Bahnstrecke nach Harvesse. Interessant wirkt der Vergleich mit heute: Nachdem lange Zeit die Weiche nach Harvesse ausgebaut und lediglich Verkehr zum Abfallentsorgungszentrum möglich war, können nun auch wieder Züge nach Wendeburg und Harvesse fahren.

Fehlender Abzweig nach Wendeburg Nun eingefügte Weiche